Es gibt Arabica und Robusta-Kaffee. Und es gibt noch einige andere Arten, die es - meist aus gutem Grund - sehr selten in unsere Tassen schaffen. Eine dieser Arten ist die Liberica-Bohne. Sie ist zwar widerstandsfähiger gegen einige Schädlinge, ertragreicher und enthält mehr Koffein als Arabica und Robusta, ist dafür aber schwach im Aroma, säure- und körperarm.
In Tansania konnten wir die Liberica-Bohnen im Rohzustand als Pergaminos sehen. Typisch ist die Tropfenform mit einem spitzen und einem abgerundeten Ende.
Trotz der geschmacklichen Defizite wird Liberica-Kaffee als günstige Beigabe zu Kaffeemischungen zugemischt. Es macht ja immer wieder Freude, Kaffee einfach nur anzusehen; umso größer war das Erstaunen in einer deutschen Markenproduktion Liberica-Bohnen zu identifizieren.
Ist das schon Stand der Technik? Muss das sein?
Sonntag, 1. November 2009
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Ein Kommentar aus Facebook von Frithjof Esch, der monatelang auf Utengule Farmpraktikant war und sich jetzt aber wirklich mit Kaffee auskennt über den Geschmack von Liberica: "hätte ich ihn blind getrunken, dann hätte ich nicht sofort an kaffee, sondern eher an einen aufguss von herben getrockneten gewürzen gedacht. eigentlich ja auch als zusatz für eine "gute würze" im blend gar nicht mal so ungeeignet. pur ist es mit "normalen" kaffee natürlich gar nicht zu vergleichen und nicht jedermanns geschmack. meiner war es auch nicht. interessant... wie man so gern sagt. habe nicht großartig damit experimentiert. hatten ihn für euer cupping glaube ich auch nicht verwendet, obwohl wir ihn ja aus zanzibar vorrätig hatten auf der farm."
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